Gedanken eines Normalos

 

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Gedanken eines Normalos






Lieber Staatsanwalt Reusch

AUS MEINER SICHT

 

Lieber Staatsanwalt Reusch,

 

es war schon etwas Besonderes, Ihre Worte zum Thema Jugendkriminalität lesen zu dürfen. Es kam ein Gefühl auf, dass endlich auf höherer Ebene etwas für den Schutz des kleinen Normalbürgers getan wird. Vielen Dank für Ihren Mut.

 

Erwartungsgemäss hat die Politik Ihnen daraus einen Strick gedreht. Sie wurden, natürlich wie in Ihren Sphären üblich, offiziell auf eigenen Wunsch versetzt. Ungefähr so wie eine Hand voll Bundesligatrainer dieses Jahr auf eigenen Wunsch das Training des Vereins abgegeben haben.

 

Doch die Politik, hier in Form einer Justizsenatorin, die gut behütet keine Übergriffe fürchten muss, gehört zu einer gängigen Sparte in unserem Rechtssystem. Wer unbeliebte Themen anspricht, dem wird die Redefreiheit entzogen, der wird versetzt. Gehandelt wird erst, wenn etwas passiert. Glücklicherweise treten dann die Senatoren meist zurück. Glücksspiel also, man schafft seine Amtszeit, wenn nichts passiert.

 

Politisch sicherlich richtig, denn die Politik braucht keine Opfer, sondern Wähler. Und da die Jugendlichen öfter wählen gehen in ihrer Zukunft als der "Alte Mann", sucht man eher dort den Schmusekurs und übergibt sich meist oft selbst der Lächerlichkeit.

 

Ich wünsche Ihnen, Herr Staatsanwalt Reusch, viel Erfolg bei Ihren neuen Aufgaben. Sie müssen bei den nächsten Vorfällen nicht gehässig sein, nicht sagen, Sie hätten es gewusst. Seien Sie sich aber sicher, Sie tragen keine Mitschuld, denn Sie wollten aufmerksam machen.

23.1.08 10:57
 



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