Gedanken eines Normalos

 

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Gedanken eines Normalos






Liebe Fussballschiedsrichter

AUS MEINER SICHT

Liebe Fussballschiedsrichter

 

Sie machen einen schweren Job. Jede Ihrer Entscheidungen stehen im Mittelpunkt. Und diese Tatsache möchte Ihnen auch niemand absprechen.

Erschwerend kommt hinzu, dass es für Sie sicherlich schwer ist, zum ein Verfolgerduell zu leiten, wenn Sie aus der Stadt des Tabellenführers kommen. Oder das Spiel des Vorletzten, wenn Sie aus der Stadt des Drittletzten sind.

Kein Vorwurf an Sie, liegt das doch wieder einmal an den grauen Paten der kommerziellen Verbände.

Gepusht werden soll der, der Geld bringt, nicht der, der es sportlich verdient hat.

Doch worin begründen sich dann die unglaublichen Ausmaße Ihrer Arroganz? Darin, dass Ihre Fehlverhalten gegenüber den Fehlverhalten der Spieler eben nie geahndet werden?

Macht der Normalbürger Fehler, muss er sich entschuldigen, wird erwartet, dass er dazu steht. Schneidet ein Arzt ein falsches Teil heraus, wird er dafür zur Rechenschaft gezogen. Verhaftet der Polizist den Falschen, gibt es eine Entschuldigung.

Stürzen Sie Vereine ins Unglück, gibt es einen arroganten Kommentar. Treffen Sie eine Fehlentscheidung, lachen Sie nur. Spieler werden gesperrt, damit Sie nicht das Gesicht verlieren, selbst, wenn Gegner ihm Unschuld bescheinigen.

Sie übersehen Elfmeter, geben in falschen Situationen doch einen, treffen pro Spiel im Schnitt 2-3 Fehlentscheidungen. Mit dem Wissen der Krawattengrossväter im Rücken fällt es leicht.

Tatsachenentscheidung? Sicherlich. Ein Grund mehr, sich hinterher für katastrophale Leistungen zu entschuldigen. Ein Grund mehr, im Spielbericht festzuhalten, man habe Mist gebaut.

Als Vorbild für den Nachwuchs.

Früher haben Leistungen ein Spiel entschieden. Heute sind es Schiedsrichter und Gremien.

Keine Sorge, liebe Schiedsrichter, wir schreiben keine Beschwerden an die Gremien. Diese nehmen den Fussballinteressierten sowieso nicht ernst, sondern antworten nur mit zumeist unpassenden Standardmails.

Also wird der Sport weiter zerstört . Warum auch nicht, trifft es ja nur die Kleinen. Früher war Sport Leistung, heute Wirtschaft.

Sport als Seniorenbeschäftigungsmaßnahme ohne jegliches Interesse an der Öffentlichkeit, ohne ein Ohr für die Wahrheit verliert immer mehr seinen Reiz.

Aber das zahlende Vieh rechtfertigt dieses Vorgehen.

 

In diesem Sinne

Muuuh 

3.2.08 16:08


Liebe Steuerhinterzieher

AUS MEINER SICHT

Liebe Steuerhinterzieher

 

Nun ist es also soweit, die Justiz in Form von Staatsanwälten und Steuerfahndern jagt die Steuerhinterzieher aus ihren Löchern.

Das ist richtig so, denn jeder Mensch ist verpflichtet, Steuern zu zahlen und dies bitte auch korrekt. Erwischt man die Hinterzieher, drohen Ihnen zurecht Strafen für ihre Vergehen.

 

Zu beobachten ist heute, wie ein Gros der Politiker sich aufs Schärfste über die Managergilde aufregt. Berechtigt natürlich, denn eine unvorhersehbare Macht hat Auswirkung auf die "Volksvertreter": Der öffentliche Druck.

Vorher noch in dem Wissen, der Manager speist die Politiker mit Aufsichtsratsposten und eventuellen Einstiegspositionen nach der Politikkarriere, muss man jetzt in den sauren Apfel beißen und die Hand, die einen füttert oder später füttern soll, schlagen.

 

Wie konntet Ihr auch nur Steuern hinterziehen? Hättet Ihr Steuerhinterzieher nicht lieber jemanden verhauen können? Jemanden ausser den Staat beklauen? Etwas verwüsten? Etwas oder jemanden zerstören?

Ihr hättet Euch viel Ärger erspart, wärt Ihr doch hier mit einer geringen Bewährungs- oder Geldstrafe davongekommen.

Aber wenn es um Steuern geht, bekommt man schon Angst vor der Wiedereinführung der Todesstrafe. Da wird nach heftigeren Strafen gerufen, auch für "kleine Fische" gleich Haftstrafen. Der kleine Mann habe Aufklärung verdient.

Entschuldigung, aber ich kleiner Mann sehe lieber einen Kinderschänder im Gefängnis als einen Steuerhinterzieher.

Aber am Ende steht doch wieder nur die unersättliche Gier nach Geld. Es ist nicht die Frage, ob unser Land demokratisch ist, sondern ob es wirtschaftlich ist.

Liebe Steuerhinterzieher, Sie haben bewusst Fehler gemacht. Die Volksvertreter haben sich mal wieder unbewusst lächerlich gemacht. Sie bekommen die gerechte Strafe. Auf der anderen Seite sind wir machtlos. 

20.2.08 13:31





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