Gedanken eines Normalos

 

* Startseite     * Archiv     * Kontakt



Gedanken eines Normalos






Liebe KEF

AUS MEINER SICHT

Liebe KEF

 

Freude über gute Nachrichten möchte man gerne verbreiten. So ist heute zu lesen, dass die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) eine Erhöhung der Rundfunkgebühren um 95 Cent vorschlägt.

Grenzenlose Freude nicht nur bei meinem Geldbeutel. Was ist nicht alles durchsetzbar, wenn mehrere Millionen begeisterter Konsumenten des vielseitigen Programms nun einige Millionen mehr in die Kassen der Bespasser schwemmen.

Denkbar ist unter Anderem, zeitgleich zu den schon laufenden Volksmusiksendungen auf dem ersten und dem zweiten Programm nun auch die dritten Programme heimatliche  Schmalzfreuden in die Wohnzimmer zaubern können.

Und vielleicht bekommt Mutter Beimer eine neue Frisur.


Darf es noch etwas mehr sein? Denn mir persönlich imponiert es, das Motto "Mehr Geld für noch schlechteres Fernsehen" vom Staat abgesegnet zu bekommen.

21.1.08 17:23


Liebe Autofahrer

AUS MEINER SICHT

 

Liebe Autofahrer

 

Tagtäglich bin ich damit beschäftigt, meinen Weg durch mein bescheidenes Leben zu absolvieren.  Sieht der Weg durchs Leben eigentlich recht einfach auf, lauern doch unglaubliche Gefahren auf jeden von uns.

Was tun, wenn ein Autofahrer wieder Amok fährt? Was dachte sich die Dame, die mich letztes Jahr mit ihrem Auto vom Motorrad holte und einfach wegfuhr? Und was dachte sie, also sie trotz Zeugen das Ganze vor Gericht abstritt? 

Was dachte de Dame, die mir ins Auto fuhr, alles zugab, nur um vor Gericht ihre Meinung zu ändern?

Nicht dass ich nicht damit klarkommen würde, nun ein leeres Konto wegen diverser Folgekosten zu haben. Leider dürstet es mich immer danach, solche Leute zu verstehen.

Autofahrer müssen heute aggressiv sein. Also schaukelt man sich hoch. Einer nimmt dem Anderen die Vorfahrt und schimpft zusätzlich, der Andere fährt mit 100km/h auf der linken Spur.  Vorfahrt hat, wer schneller fährt.

Und der Staat hilft fleissig mit. Unter dem Vorwand des Umweltschutzes (herzlichen Dank an die Phaetonfahrer aus Berlin) soll ein Tempolimit eingeführt werden, was einer Vielzahl von Auto- und insbesondere Vielfahrern eine Menge Zeitdruck bringen wird.

Hingegen der Erwartungen wird dies zu mehr stressbedingten Unfällen führen.

Ein weiterer Irrglaube ist der rasende Jugendliche. Für jeden nachzuvollziehen ist das Problem nicht der Raser jedweden Alters, sondern die Schnecke auf der linken Spur. Diese zwingt zum rasanten Überholen, wenn sie sich wider Erwarten doch einmal auf die mittlere Spur zurück verirrt haben.

Zu guter Letzt der Elefant. Noch heute warte ich auf eine Erklärung, warum der Standard-Lastkraftwagen ohne Blinker ausgeliefert wird. Und warum er so lange mit seinem Überholmanöver darauf wartet, bis man weniger als 100m dahinter ist.

 

Ich danke Ford - gute Bremsen 

20.1.08 23:49


Liebe Rentnerjäger

AUS MEINER SICHT

Liebe Rentnerjäger

 

Hinter einem älteren Menschen herlaufen und ihn niederzuprügeln ist einfach. Man ist ja stark, man ist ja überlegen.

Dumm zwar, nicht zu wissen, dass ein U-Bahnhof nicht kameraüberwacht ist. Dumm auch, zu denken, unsere Polizei würde ausgerechnet Euch nicht erwischen. Aber halt überlegen.

War es nicht schon immer so, dass Menschen, die Ihre Überlegenheit mit Gewalt ausdrücken, zwar stärker, aber eben dumm sind? 

Nun sitzen unsere Rentnerjäger also im Gefängnis und schreiben scheinheilige Entschuldigungen. Es tut Euch Jägern also leid. Entschuldigt meine Frage, aber resultiert diese Entschuldigung aus Mitleid um den armen alten Mann oder ob der Chance, milde vor Gericht behandelt zu werden?

Hauptgrund der Tat war nicht der Hinweis des Rentners auf bestehende Gesetze in Form eines Rauchverbotes. Schuld war der Alkohol.

Der Alkohol ist immer Schuld, wenn der Mensch seinen Partner betrügt, wenn er Taten begeht, wenn er nicht arbeitsfähig ist. 

Doch leider gilt diese Ausrede für mich als Normaldenkenden überhaupt nichts. Wenn mir die Wirkung des Rauschmittels Alkohol bekannt ist, sind auch die Folgen bekannt. Der Jugendliche von heute geht "feiern". Was gibt es denn zu "feiern", möchte man fragen, "was habt Ihr denn erreicht". Es wird nicht gefeiert, es wird zügellos "betrunken"

Unterstützung für den Rentnerjäger gibt es dabei genug. Sowohl milde Strafen als auch Aussagen hochrangiger Journalisten, die die "besserwisserischen Rentner" als Schuldige ausmachen, zeigen dem Jäger wohl kaum Grenzen auf. Soll sich der Rentner schämen, auf Gesetze hinzuweisen.

Abzuwarten bleibt, ab dem wievielten Fall von der Politik reagiert wird. Zumindest das "Reden schwingen" hat bereits begonnen. Früher gab es Jäger und Sammler. Hoffen wir, dass die "Jäger" von heute bald auch Erfahrungen  "sammeln"

18.1.08 11:16


Liebe Politiker in der U-Bahn

AUS MEINER SICHT

Liebe Politiker in der U-Bahn

 

Nun war er also da, der große Tag des Poltikertests. Wenn eine Ministerin mit einem Journalisten durch die Berliner U-Bahn streift, ist dies natürlich repräsentativ.

Niemand hat sie angegriffen, niemand hat sie bepöbelt und beleidigt. Alltag in der U-Bahn, denn sie ist harmlos und sicher. Und zur Not gibt es ja Notrufsäulen.

Man stelle sich vor, verfolgt von 3 Menschen die Rettung in Sicht, eine Notrufsäule. Der hoffnungsvolle Druck auf den gesundheitsrettenden Knopf. Eine schnarrende Stimme, die darauf hinweist, zu warten, Hilfe sei unterwegs.

Aber es geschieht ja nichts in den U-Bahnen, dies hat unsere Ministerin mit ihrem Journalisten ja bewiesen.

Eine Frage habe ich noch: Was ist mit uns Normalbürgern, die wir nicht von Photographen und Kameraleuten umringt einen öffentlichen Charakter ausstrahlen?

18.1.08 09:17


Liebe GEZ

AUS MEINER SICHT

Liebe GEZ

Alle Quartale wieder frohlocke ich ob des Wissens, dass die Beiträge für die öffentlich-rechtliche Berieselung bald wieder ihren warmen Platz auf meinem ach so schwach gefüllten Girokonto verlassen werden.

In früheren Zeiten erinnerte mich dies stets an die moderne Kirche. War es doch sonst immer ein Mann, der Dich von vorne berieselte und Dir sagte, was Du zu tun und zu lassen hast, wie Du Dich zu verhalten hast in welchen Situationen auch immer, ist es heute eine Figur hinter einer Glasscheibe in einem kleinen, neuerdings sogar flachen, Kasten.

Auch in der Kirche, war es angebracht, ohne direkte Vorteile seinen monatlichen Obulus zu entrichten. Ein weiser Mann, an meiner Entstehung nicht ganz unbeteiligt, sagte einst zu mir: „Du hast doch Vorteile. Du kannst ja hingehen und es nutzen.“

So mag es mit dem öffentlich-rechtlichen Programm ebenso sein. Es bietet sich ja die Möglichkeit, das Programm anzusehen. Die Möglichkeit, abends im Park spazieren zu gehen, ohne dafür Parkdurchquerungssteuer zahlen zu müssen, lasse ich nun gerne außen vor und zahle gerne fleissig weiter das von mir Geforderte.

Doch halt! Ist da nicht etwas faul in dieser Rechnung? Habe ich etwas vergessen?

Es bietet sich mir doch eine Option. Das Entrichten meines „Zehnten“ an die Kirche kann ich mir durch einen Austritt sparen, wenn ich denn keine Vorteile für mich sähe.

Doch die öffentlich-rechtlichen Sender lassen dies nicht zu. Stellen sie sich also über die Kirche? Dort habe ich mit meiner Konfirmation mein Ja-Wort zu selbiger Institution gegeben.

Das Unterschreiben eines Knebelvertrages mit einem Vertreter der Ö.-R. entzieht mich allerdings vollstens meiner Kenntnis.

Betrachten wir das Ganze doch einmal aus der Nähe.

Wurden die Ö.-R. noch als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet, ist diese Rechtsform seit 1987 nicht mehr zwingend nötig. Dies entschied das Bundesverfassungsgericht.

Ob die Form zwecks Verniedlichung der eigentlichen Absichten beibehalten wurde, mögen andere beurteilen. Als Fakt bleibt festzuhalten, dass die Ö.-R. durch Zwangsfinanzierungen gespeist werden.

Das Wissen bleibt allerdings, wenn ich den Fernseher einschalten möchte: „Du kannst ja hingehen und es nutzen“

Sicherlich würde es Wochen dauern, hier nun das Programm der Ö.-R. durchzuarbeiten. Zusammenfassend möchte ich daher nur einige Dinge betrachten. Volksmusik entzieht sich völlig meinem Interesse. Reportagen über irgendwelche C-Promi-Höschen ebenso.

Die ständigen Reportagen über Currywürste im mecklenburgischen Wattenmeer sind ungefähr ebenso interessant wie deutsche Krimis mit wechselnden Köpfen in selben Handlungen.

Sicher, auch die privaten Fernsehsender bieten dies an. Der Unterschied ist aber der mangelnde Zahlungszwang. Überlagert mit Werbung, sicher, auch wenn die Ö.-R. zumindest am Vorabend mitziehen. Aber, man muss sich die Werbung ja nicht ansehen.

Wen das Programm der Ö.-R. stört, der muss es sich ja nicht ansehen. So sehe ich mich nun also als falsche Zielgruppe.

Fakt ist, dass der größte Teil der Zuschauer über 50 Jahre alt ist. Fakt ist auch, dass die jüngeren Zuschauer eher die Privaten wählen und in einer Werbepause einmal mehr zum Kühlschrank gehen.

Freudig ist aufzunehmen, dass die Ö.-R. sich dessen bewusst sind. Das Programm soll Jugendlicher werden. Anstatt nun auf jugendbezogene Sendungen im Verhältnis zu den Sendungen für das ältere Klientel zu setzen, werden Volksmusiksendungen und Krimis einfach mit Jüngeren besetzt. Wir sehen über die Tatsache, dass die meisten Zuschauer das Konzept, nicht der Darsteller, stört, freudig hinweg.

Was bleibt, ist die Sportberichterstattung. Traurig muss ich nun zugeben, dass ich nicht zu dem großen prozentualen Anteil der Zahler gehöre, die desweiteren auch Fans des deutschen Rekordmeisters sind. Diese Umstellung gelang mir bisher auch noch nicht, so dass ich mich an den Spielen gegen unterklassige Gegner nicht so ergötzen kann wie manch Anderer.

Der schöne Schlusssatz bleibt: „Wieder gegen Kleinkleckersdorf gewonnen“

Wenn aber schon Spiele, Berichterstattungen und Kommentatoren diesem Verein so huldigen, wollen wir ihnen ihren Spaß auch nicht nehmen. Und schalten die Zuschauer ab, kann ein Stromausfall ein Zurückschalten immer recht schnell bewirken.

Ich hoffe, mein Verein darf in der nächsten Runde gegen diese Mannschaft spielen. Dann darf ich sie auch mal live sehen.

Wir halten fest:

Viele Zuschauer würden die Ö.-R. unterstützen – mit einem anderen Konzept.

Zuschauerfreundlicher, variabler, neutraler.

Da diese Tugenden zur Zeit noch heftig Gegenwind vom Kommerz bekommen, zahle ich weiter meinen Beitrag an Euch.

Und dies mache ich gerne.

Warum? Weil die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) nichts dafür kann. Sie machen nur ihre Arbeit. Im Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen.

Und was soll ich mit 200 Euro im Jahr sonst machen. Vielleicht in die Entwicklung eines neuen Fernseher stecken. Mit Münzeinwurf für öffentlich-rechtliche Programme.

15.1.08 14:19


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung