Gedanken eines Normalos

 

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Gedanken eines Normalos






Liebe Steuerhinterzieher

AUS MEINER SICHT

Liebe Steuerhinterzieher

 

Nun ist es also soweit, die Justiz in Form von Staatsanwälten und Steuerfahndern jagt die Steuerhinterzieher aus ihren Löchern.

Das ist richtig so, denn jeder Mensch ist verpflichtet, Steuern zu zahlen und dies bitte auch korrekt. Erwischt man die Hinterzieher, drohen Ihnen zurecht Strafen für ihre Vergehen.

 

Zu beobachten ist heute, wie ein Gros der Politiker sich aufs Schärfste über die Managergilde aufregt. Berechtigt natürlich, denn eine unvorhersehbare Macht hat Auswirkung auf die "Volksvertreter": Der öffentliche Druck.

Vorher noch in dem Wissen, der Manager speist die Politiker mit Aufsichtsratsposten und eventuellen Einstiegspositionen nach der Politikkarriere, muss man jetzt in den sauren Apfel beißen und die Hand, die einen füttert oder später füttern soll, schlagen.

 

Wie konntet Ihr auch nur Steuern hinterziehen? Hättet Ihr Steuerhinterzieher nicht lieber jemanden verhauen können? Jemanden ausser den Staat beklauen? Etwas verwüsten? Etwas oder jemanden zerstören?

Ihr hättet Euch viel Ärger erspart, wärt Ihr doch hier mit einer geringen Bewährungs- oder Geldstrafe davongekommen.

Aber wenn es um Steuern geht, bekommt man schon Angst vor der Wiedereinführung der Todesstrafe. Da wird nach heftigeren Strafen gerufen, auch für "kleine Fische" gleich Haftstrafen. Der kleine Mann habe Aufklärung verdient.

Entschuldigung, aber ich kleiner Mann sehe lieber einen Kinderschänder im Gefängnis als einen Steuerhinterzieher.

Aber am Ende steht doch wieder nur die unersättliche Gier nach Geld. Es ist nicht die Frage, ob unser Land demokratisch ist, sondern ob es wirtschaftlich ist.

Liebe Steuerhinterzieher, Sie haben bewusst Fehler gemacht. Die Volksvertreter haben sich mal wieder unbewusst lächerlich gemacht. Sie bekommen die gerechte Strafe. Auf der anderen Seite sind wir machtlos. 

20.2.08 13:31


Liebe Fussballschiedsrichter

AUS MEINER SICHT

Liebe Fussballschiedsrichter

 

Sie machen einen schweren Job. Jede Ihrer Entscheidungen stehen im Mittelpunkt. Und diese Tatsache möchte Ihnen auch niemand absprechen.

Erschwerend kommt hinzu, dass es für Sie sicherlich schwer ist, zum ein Verfolgerduell zu leiten, wenn Sie aus der Stadt des Tabellenführers kommen. Oder das Spiel des Vorletzten, wenn Sie aus der Stadt des Drittletzten sind.

Kein Vorwurf an Sie, liegt das doch wieder einmal an den grauen Paten der kommerziellen Verbände.

Gepusht werden soll der, der Geld bringt, nicht der, der es sportlich verdient hat.

Doch worin begründen sich dann die unglaublichen Ausmaße Ihrer Arroganz? Darin, dass Ihre Fehlverhalten gegenüber den Fehlverhalten der Spieler eben nie geahndet werden?

Macht der Normalbürger Fehler, muss er sich entschuldigen, wird erwartet, dass er dazu steht. Schneidet ein Arzt ein falsches Teil heraus, wird er dafür zur Rechenschaft gezogen. Verhaftet der Polizist den Falschen, gibt es eine Entschuldigung.

Stürzen Sie Vereine ins Unglück, gibt es einen arroganten Kommentar. Treffen Sie eine Fehlentscheidung, lachen Sie nur. Spieler werden gesperrt, damit Sie nicht das Gesicht verlieren, selbst, wenn Gegner ihm Unschuld bescheinigen.

Sie übersehen Elfmeter, geben in falschen Situationen doch einen, treffen pro Spiel im Schnitt 2-3 Fehlentscheidungen. Mit dem Wissen der Krawattengrossväter im Rücken fällt es leicht.

Tatsachenentscheidung? Sicherlich. Ein Grund mehr, sich hinterher für katastrophale Leistungen zu entschuldigen. Ein Grund mehr, im Spielbericht festzuhalten, man habe Mist gebaut.

Als Vorbild für den Nachwuchs.

Früher haben Leistungen ein Spiel entschieden. Heute sind es Schiedsrichter und Gremien.

Keine Sorge, liebe Schiedsrichter, wir schreiben keine Beschwerden an die Gremien. Diese nehmen den Fussballinteressierten sowieso nicht ernst, sondern antworten nur mit zumeist unpassenden Standardmails.

Also wird der Sport weiter zerstört . Warum auch nicht, trifft es ja nur die Kleinen. Früher war Sport Leistung, heute Wirtschaft.

Sport als Seniorenbeschäftigungsmaßnahme ohne jegliches Interesse an der Öffentlichkeit, ohne ein Ohr für die Wahrheit verliert immer mehr seinen Reiz.

Aber das zahlende Vieh rechtfertigt dieses Vorgehen.

 

In diesem Sinne

Muuuh 

3.2.08 16:08


Liebe Wahlveranstalter

AUS MEINER SICHT

 

Liebe Wahlveranstalter

 

Heute ist wieder einer dieser gemütlichen, ruhigen Sonntagnachmittage. Als ich Sie vorhin besucht habe, um 10 Minuten meines wohlverdienten Sonntags mit Kreuzchensetzen zu verschwenden, sind Ihre freiwillig gewzungenen Helfer nahezu aus dem Schlaf aufgeschreckt.

 

Nun stand ich vor einer schweren Entscheidung. Streiche ich den Zettel durch, mal ich ein Bildchen drauf oder tippe ich blind auf ein Kästchen und mache mein Kreuz dort, wo der Stift aufsetzt?

Bis vor einigen Jahren bin ich aus Überzeugung wählen gegangen. Ich wurde gar Mitglied einer Partei. Die mir innerhalb kürzester Zeit zeigen konnte, wie unwichtig der kleine Mann in der Partei ist und wie man ihn bestmöglich ignoriert.

Doch nach der Aussage einiger Politiker, man solle sie nach ihrer Wahl nicht auf die Versprechen vor der Wahl festnageln soll, ist für den Normalbürger mehr als verständlich.

Also gehe ich zur Wahl mit leichtem Herzen ob des Wissens, dass es eh egal ist, wen ich wähle.

Ich habe mir alle Wahlversprechen angesehen, zu 100% umgedreht und analysiert, welches wohl das kleinere Übel für uns Normalbürger ist. Denn wer uns das Leben schwerer macht, bleibt am Ende egal.

Also wähle ich. Denn als Nichtwähler hab ich kein Recht, mich zu beschweren. Der Politiker selbst merkt von seinem Verhalten schon längst nichts mehr. Für ihn liegt die geringe Beteiligung am Wetter.

 

Dabei stehen wir alle längst im Regen 

27.1.08 16:14


Liebe Frau Witt

AUS MEINER SICHT

 

Liebe Frau Witt

 

Sie waren und sind auch heute noch eine Göttin auf dem Eis. Großartig in einer längst nicht genug gewürdigten Sportart. Sie schauen auf unglaubliche sportliche Erfolge zurück, die nach derzeitigem Stand sicher auf lange Sicht unerreicht bleiben werden.

 

Viele Profis genießen nach ihrer aktiven Karriere einen langen Ruhm ob ihrer Erfolge und Leistungen. Auf lange Zeit anerkannt sind sie stets gefragte Interviewpartner zu der ihnen so ans Herz gewachsenen Sportart.

 

Wieder andere Sportler gehen einen anderen Weg aus Angst, ihren bisherigen Status und ihre Präsenz in der Öffentlichkeit zu verlieren.

Als Gast in jeder noch so niveaulosen Show, als Sprücheklopfer in sich immer wiederholenden, wenn auch anders lautenden Sendungen oder als Schirmherr für die leider heute so an der Tagesordnung stehenden C-Promi-Events bleiben sie aktuell, allerdings rutschen auch sie immer mehr in die C-Schiene ab.

Ohne es selbst zu bemerken erzielt man beim geneigten Normalzuschauer nur eine Aussage von "Der/die schon wieder"

Die nächste Stufe wäre die Dokumentation des eigenen Lebens mit anschließender Hochzeit.

Was denke ich gerne an die Zeiten zurück, wo Sie nicht zu jedem Thema den Mund aufgemacht haben, sondern einfach nur als strahlendschönes Sportass geglänzt haben. Weniger ist oft mehr. 

 

24.1.08 12:08


Lieber Staatsanwalt Reusch

AUS MEINER SICHT

 

Lieber Staatsanwalt Reusch,

 

es war schon etwas Besonderes, Ihre Worte zum Thema Jugendkriminalität lesen zu dürfen. Es kam ein Gefühl auf, dass endlich auf höherer Ebene etwas für den Schutz des kleinen Normalbürgers getan wird. Vielen Dank für Ihren Mut.

 

Erwartungsgemäss hat die Politik Ihnen daraus einen Strick gedreht. Sie wurden, natürlich wie in Ihren Sphären üblich, offiziell auf eigenen Wunsch versetzt. Ungefähr so wie eine Hand voll Bundesligatrainer dieses Jahr auf eigenen Wunsch das Training des Vereins abgegeben haben.

 

Doch die Politik, hier in Form einer Justizsenatorin, die gut behütet keine Übergriffe fürchten muss, gehört zu einer gängigen Sparte in unserem Rechtssystem. Wer unbeliebte Themen anspricht, dem wird die Redefreiheit entzogen, der wird versetzt. Gehandelt wird erst, wenn etwas passiert. Glücklicherweise treten dann die Senatoren meist zurück. Glücksspiel also, man schafft seine Amtszeit, wenn nichts passiert.

 

Politisch sicherlich richtig, denn die Politik braucht keine Opfer, sondern Wähler. Und da die Jugendlichen öfter wählen gehen in ihrer Zukunft als der "Alte Mann", sucht man eher dort den Schmusekurs und übergibt sich meist oft selbst der Lächerlichkeit.

 

Ich wünsche Ihnen, Herr Staatsanwalt Reusch, viel Erfolg bei Ihren neuen Aufgaben. Sie müssen bei den nächsten Vorfällen nicht gehässig sein, nicht sagen, Sie hätten es gewusst. Seien Sie sich aber sicher, Sie tragen keine Mitschuld, denn Sie wollten aufmerksam machen.

23.1.08 10:57


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